Monday, 17th June 2024
17 Juni 2024

Zwei Jahre Wartezeitfür eine Rolex

In Norwegen ticken die Rolex anders …

Bis jetzt reichte ein gut gefülltes Konto, wenn man sich eine Rolex kaufen wollte. Diese Zeiten scheinen in Skandinavien vorbei zu sein!

Die Redakteure der norwegischen Wirtschaftsseite NA24 haben sich bei Rolex-Fans umgehört und überall die gleichen Klagen gehört: Es gibt kaum noch Uhren auf dem Markt. Neu-Uhren sind so selten zu bekommen, dass die Preise für gebrauchte Uhren drastisch gestiegen sind.

Verkäufer erhalten auf einigen skandinavischen Plattformen bis zu 72 Prozent mehr für eine gebrauchte Uhr, als eine neue Uhr kosten würde. Vor allem Sportmodelle aus Stahl – wie die Submariner – sind betroffen, während Gold-Uhren offenbar kein Problem sind.

Lars Petter Gullaksen, Leiter des Rolex-Forums in Norwegen: „Die Frustration unter den Rolex-Freunden nimmt zu. Wer eine neue Rolex-Submariner aus Stahl habe möchte, kommt auf eine Warteliste von bis zu zwei Jahren.“

Kevin Collettmüller von der norwegischen Uhr-Fangruppe „Klokkeriet“ (45 000 Mitglieder) sagte zu NA24: „Wir haben den Eindruck, dass die Händler nur sehr wenige Modelle ausgeliefert bekommen. Deshalb müssen sie ihre Kunden enttäuschen. Das ist frustrierend für die Händler und für die Käufer. Gleichzeitig steigen die Preise der Gebrauchtuhren ganz gewaltig.“

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Hat Rolex die Produktion gedrosselt?

Der Hintergrund dieses Trends scheint unklar. Aber es gibt viele Gerüchte: So soll Rolex die Produktion gezielt gedrosselt haben, um die Exklusivität der Produkte zu steigern. Andere behaupten, dass die Händler nur noch an Kunden verkaufen, die sie kennen. Damit wollen sie die Spekulanten stoppen, die neue Uhren als Gebrauchtuhren für horrende Preise weiterverkaufen.

Es gibt aber auch Leute, die behaupten, dass man die besonders gefragten Modelle nur dann bekommt, wenn man bereits zwei oder drei der weniger gefragten Modelle gekauft hat.

Auch in den USA ist dieser Trend inzwischen bekannt. Unter dem Stichwort „The Rolex Stainless Steel Watch Storage“ diskutieren Rolex-Fans beispielsweise auf YouTube. Ähnliche YouTube-Beiträge gibt es auch Hongkong, als Interessenten in keinem Laden genau die Uhr bekamen, die sie wollten.

Ein NA24-Journalist testete in Oslo die Situation und besuchte ein angesehenes Uhrengeschäft in Oslo. Die Antwort: Wenn er wirklich eine Rolex haben möchte, muss der Uhrenladen einen Antrag ins Hauptquartier senden. Dann erfahre der Verkäufer, ob er den Kunden überhaupt auf eine Warteliste setzen darf. Dieser Vorgang sei im Moment für alle Sportsmodelle aus Stahl üblich.

Anders war es mit den Rolex-Uhren aus Gold – die könne der Journalist sofort kaufen und noch am gleichen Tag mit nach Hause nehmen.

„In Bonn gibt es eine. Schnell sein!“

Das Problem ist offenbar auch in Deutschland bekannt.

Im deutschen „Uhrforum“ schreibt der User „goodbye-logik“: „Ich habe von November 2017 bis Januar 2018 gewartet.“ Ein anderer schreibt, dass er zwei Monate auf einer Warteliste war. Im Laufe der letzten Monate scheint sich die Situation verschlimmert zu haben, denn Mitte Oktober meldete der User „buzzi1“: „Habe einen Anruf erhalten, in Bonn gibt es eine. Schnell sein!“

Rolex teilte auf BILD-Anfrage mit, dass das Unternehmen keine Stellungnahmen zu seiner Produktion veröffentliche.

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