Saturday, 15th December 2018
15 Dezember 2018

Ärzte fordern Sperrefür Termin-Schwänzer

Wer seinen Termin ohne Absage schwänzt, soll nach dem Willen der niedergelassenen Ärzte Deutschlands künftig mit einer Sperre bestraft werden!

Dabei geht es ihrem Berufsverband, dem Virchow-Ärztebund, speziell um Termine bei Praxis-Ärzten, die über die Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigungen zustande gekommen sind. Die Servicestellen wurden 2016 eingerichtet und sind verpflichtet, Versicherten einen Facharzttermin mit weniger als vier Wochen Wartezeit und in zumutbarer Entfernung zu vermitteln.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will die Servicestellen weiter ausbauen, die Ärzte mahnen jedoch, dann auch die Patienten in die Pflicht zu nehmen: Denn etwa jeder Dritte, der sich über die Kassen-Stellen einen Termin besorge, bleibe später einfach unentschuldigt fern.

„Wir befinden uns in einem Solidarsystem, in dem es ein gesetzliches Wirtschaftlichkeitsgebot gibt“, sagte Dirk Heinrich, Vorsitzender des Virchow-Bundes. „Wer keine Terminmoral zeigt, verhält sich unsolidarisch gegenüber anderen Patienten und unangemessen gegenüber den begrenzten Ressourcen im System.“

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Im Klartext: Der Gesetzgeber müsse Strafen beschließen, „sonst blockieren die Terminschwänzer unsere Praxisorganisation. Diese Schwänzer nehmen denen die Termine weg, die wirklich dringend einen brauchen.“

Heinrichs Vorschlag: Wer nicht rechtzeitig absagt, wird zwar selbstverständlich weiter behandelt, soll aber vier Wochen lang von den Diensten der Terminservicestellen ausgeschlossen werden.

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