Friday, 19th July 2019
19 Juli 2019

Beate Uhse istschon wieder pleite

Das Sex-Spielzeug-Unternehmen Beate Uhse ist erneut insolvent!

Am Mittwoch meldete die Muttergesellschaft be you GmbH Insolvenz beim Amtsgericht Flensburg an. Ebenso die drei Töchter, die offenbar nicht genug Ertrag brachten: die Beate Uhse Einzelhandels GmbH, Versa Distanzhandel und das Beate Uhse Fun Center.

Seit geraumer Zeit sollen die Lohn- und Gehaltszahlungen an die Beschäftigten ausstehen, berichtet die „Wirtschaftswoche“. Zunächst gehe es darum, die Bezahlung der insgesamt rund 70 Mitarbeiter über das Insolvenzgeld zu organisieren, sagte der vorübergehende Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz von der Wirtschaftskanzlei White&Case.

Erst im vergangenen Sommer wurde das Unternehmen, das Ende 2017 schon einmal insolvent war, an Robus Capital verkauft. Doch auch dem Finanzinvestor gelang es nicht, die Zahlenkurve wieder hochzukriegen.

Zudem gab Beate Uhse am Donnerstag einen weiteren Partnertausch bekannt: Die niederländische EDC Gruppe übernehme den Online-Handel von Beate Uhse. Ziel des Deals: So soll einer der größten Internetanbieter für Sexspielzeug in Europa entstehen.

Gründerin Beate Rotermund-Uhse (✝2001), eine ehemalige Luftwaffen-Pilotin, war mal eine Pionierin der Erotikbranche. Sie eröffnete 1946 den ersten Sexshop der Welt in Flensburg, betrieb außerdem über Jahre Aufklärungsarbeit für einen offeneren Umgang mit Sexualität.

Ihr Unternehmen ist die Dachmarke für Webshops und Geschäfte in acht europäischen Ländern. Die seit 1999 an der Börse gelistete Beate Uhse AG hatte Ende 2017 Insolvenz beantragt. Heute betreibt es nach Branchenschätzungen weniger als 20 Sexshops in Deutschland.

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