Tuesday, 25th June 2019
25 Juni 2019

Unfassbar: Kleine Vögel wurden lebendig eingemauert

In Leipzig sind Baby-Vögel lebendig eingemauert worden – vermutlich bewusst. Die Elterntiere versuchten vergeblich zu ihren Jungen zu gelangen. Viele der betroffenen Tiere verstarben.

Leipzig – In Leipzig ereignete sich ein schlimmer Fall von Tierquälerei. Im Zuge von Renovierungsarbeiten seien Nisthöhlen mit geschlüpften Vogel-Babys einfach zugemauert worden – obwohl Anwohner die Verantwortlichen auf die Tiere aufmerksam gemacht haben, wie der Naturschutzbund (NABU) Leipzig berichtet. Eine Anwohnerin habe demnach den Naturschutzbund alarmiert.

Es sei zu sehen gewesen, wie ein Star und ein Haussperling voller Verzweiflung wiederholt versucht haben, in die verschlossenen Nisthöhlen zu gelangen.

Tierquälerei in Leipzig: Feuerwehr startet Rettungsaktion

Daraufhin sei die Feuerwehr alarmiert worden, die mithilfe einer Hebebühne an die verschlossenen Löcher gelangt sei und diese geöffnet habe, wie das Nachrichtenportal berichtet. Die klebrige Substanz, die zum Verschließen der Löcher verwendet worden sei, schadete den Jungvögeln zusätzlich und verklebte den Schnabel eines streng geschützten Grünspechtes, der ebenfalls versucht hatte, die Fassadenlöcher zu öffnen.

Leipzig: Vögel eingemauert – ein Großteil der Vogel-Babys starb

Die Beamten erwartete dem Bericht zufolge bei der Rettungsaktion ein trauriger Anblick: Es sei lediglich ein lebender Star in den Mauern gefunden worden, drei der Vogel-Babys seien bereits beim Auffinden tot gewesen, eines kurz danach verendet. Die Arbeiten erfolgten mutmaßlich mit voller Absicht in dem Wissen um die Brutplätze.

Nachdem der NABU Leipzig Strafanzeige gestellt hat, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft Leipzig wegen der absichtlichen Tötung geschützter Tierarten in vier Fällen und der versuchten Tötung in zwei Fällen.

Ein weiteres Tier-Drama ereignete sich im Dresdner Zoo: Ein Pinguin-Paar tötete vier Artgenossen, darunter zwei Jungtiere. Es gibt eine Vermutung, warum.

lr

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